Behind the Scenes
9 - 12 April 2026
NEO Vogel ART, Nice

Stefan Ludes macht den Menschen zum Maß: Proportion, Körperbezug und die Facetten der menschlichen Psyche prägen das Werk des in Potsdam lebenden Künstlers und Architekten. Naturbeobachtungen, architektonisches Denken und abstrakte grafische Überlegungen fließen in seine Arbeiten ein und verdichten sich zu einer eigenständigen Bildsprache in den Medien Skulptur, Malerei und Fotografie.
Die Ausstellung Behind the Scenes im NEO Vogel ART LAB versammelt verschiedene Werkserien der vergangenen drei Jahre und gibt zugleich Einblick in die Grundlagen von Ludes’ künstlerischer Praxis. Charakteristisch für seine minimalistisch amorphen Skulpturen ist die Suche nach einer reduzierten, zeitlosen Form, in der Innen- und Außenraum, Volumen und Negativform ineinandergreifen. In den gestischen Rakeln seiner Kalligraphien wird jenes Reflexive und Prozesshafte sichtbar, das Ludes’ bildhauerischem Werk gleichfalls zugrunde liegt. Die Fotografien wiederum überführen Naturbeobachtungen in semi-abstrakte, farbintensive Bildwelten. Zugrundeliegendes Thema aller Serien ist die Erforschung jener Bildessenz, die eine emotionale Dimension jenseits des formalen Ausdrucks entfaltet.
Faces of Mind
HAUS.KUNST.MITTE.
17. Januar - 11. April 2026

Der menschliche Kopf ist Spiegel, Bühne und Projektionsfläche zugleich. Er ist der Ort, an dem Innenwelt und äußere Erscheinung einander durchdringen.
faces of mind (17. Januar bis 11. April 2026) vereint über 200 Werke zum Thema aus 50 Jahren: Malerei, Skulptur, Zeichnung und Fotografie. Dabei geht es nicht um Porträts, sondern um ein Experimentierfeld zwischen Form, Emotion und Identität. Reduktion, Fragmentierung und Verfremdung eröffnen neue Sichtweisen auf das Menschliche. Blicke werden hinterfragt, Masken zu Symbolen von Verletzlichkeit, Rolle und Selbstbestimmung. Die Ausstellung verdeutlicht wie Künstler:innen ihr inneres Selbst ausdrücken und wie Betrachtende darauf reagieren. Sie verbindet auch künstlerische Ausdruckskraft mit Erkenntnissen der Neurowissenschaft und fragt, wie Emotion, Erinnerung und Wahrnehmung im Gehirn entstehen und warum uns Gesichter so unmittelbar bewegen.
Viele Künstler:innen verwandeln innere Prozesse in sichtbare Formen und machen Gefühle erfahrbar, die sich oft kaum in Worte fassen lassen. So wird Kunst zum Resonanzraum zwischen innerer Wirklichkeit und äußerer Gestalt.
Mit Arbeiten von:
Heinz Ackermans, Olasunkanmi Akomolehin, Gerhard Altenbourg, Kensise Anders, Alexander Basil, Radu Belcin, Amoako Boafo, El Bocho, Emmanuel Bornstein, Elisa Breyer, Roberto Fabelo, Rainer Fetting, Moisés Finalé, Karsten Fuge, Jose Girl, Max Grote, Maxim Gunga, Margo Guttmann, Roxana Halls, Martin Heinig, Anton Henning, Benedikt Hipp, Veronika Holcová, Sandra Vásquez de la Horra, Shunxiang Hu, Horst Hussel, Leiko Ikemura, Beza von Jacobs, Weston Jandacka, Aneta Kajzer, Max Kaus, Nam Kim, Dietrich Klinge, Georg Kolbe, Uwe Kowski, Clemens Krauss, Katinka Lampe, Brandon Lipchik, Stefan Ludes, Markus Lüpertz, Victor Man, Niels Shoe Meulman, Nanne Meyer, Christoph Niemann, Sarah Neumann, Idowu Oluwaseun, Mari Otberg, Justine Otto, Wolfgang Petrick, Pablo Picasso, Dario Riccardo Puggioni, Barbara Quandt, Janne Räisänen, Neo Rauch, Shanee Roe, Juno Rothaug, Christoph Ruckhäberle, Heike Ruschmeyer, Nicola Samori, Serkan Sarier, Torsten Schlüter, Michael Schmeichel, Thomas Schütte, Tamim Sibai, Tabitha Wa Thuku, Rosemarie Trockel, Max Uhlig, Ivana de Vivanco, Vincent Wenzel, Lars Wild, Zhao Yang
Stefan Ludes: Editions
Maschinenhaus & Orangerie
Park der Villa Jacobs, Potsdam

An drei Tagen im Advent:
29. November
30. November
7. Dezember 2025
Jew. 14- 17 Uhr
Villa Jacobs
Bertiniweg 2
14469 Potsdam
Anfahrt & Parken: Fritz-van-der-Lancken Str.
Stephan Kaluza & Stefan Ludes
real abstract
Galerie MOND, Berlin
Vernissage 6.12., 19 Uhr


FOLD
Galerie CRONE, Wien
Gruppenausstellung
'curated by' bis 11. Okt. 2025
curated by 2025, Wien
Fold - curated by Damian Lentini
Galerie CRONE
Susi Gelb
Kapwani Kiwanga
Ndayé Kouagou
Joanna Louca
Stefan Ludes
Charlotte Posenenske
Stefan Reiterer
Sung Tieu
Ben Wadler
Hamid Zénati
In Anlehnung an das diesjährige zentrale Thema „Fragmented Subjectivity“ zeigt Crone die Gruppenausstellung „Fold“, die sich mit dem Konzept des Faltens und Entfaltens in den Werken verschiedener Künstler*innen befasst. Die Ausstellung wird kuratiert von Damian Lentini, dem stellvertretenden Leiter des Ludwig Forum Aachen, und versammelt Arbeiten von Susi Gelb, Kapwani Kiwanga, Ndayé Kouagou, Joanna Louca, Charlotte Posenenske, Stefan Reiterer, Sung Tieu, Ben Wadler und Hamid Zénati.
Ausgehend von Gilles Deleuzes Konzept der Barockarchitektur als endlosem Prozess der Einfaltung – mit Beispielen aus der griechischen, römischen, romanischen, gotischen und klassischen Architektur – werden die verschiedenen Faltungen der ausgestellten Werke in einer Dynamik von Ausgliederung und Überschuss, Reproduktion und Erweiterung verortet. Auf diese Weise wird untersucht, wie zeitgenössische Künstler Falten zwischen einer reichhaltigen Vielfalt von Formen, Bildern, Objekten, Texten, Indizes und Schriften konstruieren und erzeugen – ein Prozess des Hinzufügens und Verpflanzens, aus dem weitere Serien von Faltungen entstehen können.
Die Werke der Ausstellung, die als glatte Kurve oder Vektor sowohl im physischen als auch im konzeptuellen Raum verstanden werden, bedienen sich allesamt ausgeklügelter Strategien des Verbergens/Enthüllens und der Absorption/Brechung, um zu zeigen, wie zeitgenössische Subjektivitäten einerseits durch partielle oder flüchtige Momentaufnahmen andererseits durch vermeintlich singuläre oder festgelegte Wahrnehmungsweisen konstituiert werden. Dies manifestiert sich in vielen Werken, die sich durch Momente der Ungewissheit hinsichtlich ihrer möglichen Entschlüsselung auszeichnen, während andere wechselnde oder transzendentale Formen der ästhetischen Rezeption hervorrufen, die wiederum die Vorrangstellung oder Beherrschung des Blicks in Frage stellen.
In ständiger Veränderung begriffen, bergen solche Prozesse der künstlerischen (Ent-)Faltung das Potenzial, nicht nur neue räumliche und formale Konfigurationen zu generieren, sondern auch neue Formen der Wissensproduktion, die zwischen ausgewählten Gruppen und Öffentlichkeiten geteilt werden können. So betrachtet dient der Akt des Faltens dazu, das Konzept des modernen Subjekts zu destabilisieren, ebenso wie die Vorstellungen von Eigentum, Kontrolle und optischer Souveränität, die die Diskussionen über den Betrachter von der Aufklärung bis zur Gegenwart begleitet haben.


